"Wussten Sie, dass wir derzeit 13 Auszubildende beschäftigen, und so die Zukunft unseres Handwerks sichern?"

NEUES

21.04.2016 Salz darf im Brot bleiben

 

Das EU-Parlament hat entschieden, Nährwertprofile

zunächst auf ihre Sinnhaftigkeit prüfen zu lassen.


 

Quelle: Allgemeine BäckerZeitung / 12. April 2016

 
21.04.2016 Eine Backstube zum Preis eines Baguettes

 

Dole. "Ich habe mein Leben lang Brot gebacken. Jetzt bin ich müde." Michel Flamant begann als 14-Jähriger in der Familienbäckerei in Paris, jetzt ist der füllige Mann mit den weißen Haaren 62 Jahre alt. Zwei Jahre lang suchte er vergeblich einen Nachfolger für seine Bäckerei im ostfranzösischen Dole. Jetzt hat er ihn gefunden: Jérôme Aucant, ein Obdachloser, soll in seine Fußstapfen treten.

Anstatt die Bäckerei zu verkaufen, übergibt Flamant sie dem 37-Jährigen für den Preis eines Baguettes: für einen symbolischen Euro. Was den Bäcker auf diese Idee brachte, ist die Geschichte einer Lebensrettung.

Wochenlang hatte er dem Obdachlosen, der vor seinem Laden herumlungerte, jeden Morgen einen Kaffee und ein Croissant ausgegeben. Dann erlitt der Bäcker im Dezember plötzlich wegen eines kaputten Ofens eine lebensgefährliche Kohlenmonoxidvergiftung. Es war Aucant, der den Notarzt rief. "Wäre Jérôme nicht da gewesen, wäre ich auf dem Friedhof gelandet", sagt Flamant. Als er nach zwölf Tagen aus dem Krankenhaus kam, bot er Aucant einen Job an.

Einträchtig stehen die beiden Männer - der Ältere im Unterhemd, der Jüngere im Tarnfarben-T-Shirt - in der heißen Backstube, kneten Teig und formen Croissants. "Ich bin fordernd. Die Arbeit muss so gemacht werden, wie ich es sage, und nicht anders", sagt Flamant, während er ein Baguette auf dem Backblech zurechtrückt. Er arbeite gern Leute ein, "die auf meine Ratschläge hören, wie Jérôme", fügt er anerkennend hinzu.

Der gebürtiger Pariser hatte eigentlich Fernfahrer werden wollen. Doch als er 14 war, entschied sein Vater, dass der Sohn in der Bäckerei der Familie arbeiten sollte. Flamant fand Gefallen an dem Beruf, der ihn sogar bis nach Chicago führte. Er gründete mehrere Bäckereien, lehrte andere das Handwerk und ließ sich 2009 schließlich in Dole im Jura nieder.

Sechs Tage die Woche steht er von Mitternacht bis mittags in der Backstube im Keller, backt Brot, Kuchen und Torten. Seine Lebensgefährtin verkauft die Waren im Laden. Auch für sie wird eine Nachfolge gesucht. Flamants drei Töchter hatten andere Interessen. Und auch sonst wollte niemand die Bäckerei übernehmen. So trat Aucant genau im richtigen Moment in Flamants Leben. Schnell war der Bäcker angetan von seinem tätowierten Lehrling, der sich extra für seinen ersten richtigen Job die Dreadlocks abschnitt. "Jérôme ist ein Arbeitstier", sagt Flamant. "Also habe ich beschlossen, ihm die Bäckerei für einen symbolischen Euro zu überlassen." Das Leben sei wichtiger als Geld.

"Ich bin nicht reich, aber das Geld ist mir egal. Ich will frei sein, ich will jetzt meine Ruhe haben. Und wenn es ihm zum Glück verhilft..." Flamant muss sich setzen, die Arthrose in seinen Beinen schmerzt.

Aucant, der bisher gelegentlich auf Jahrmärkten jobbte und nicht weiter über seine Vergangenheit sprechen will, ist voller Tatendrang: "Ich habe Lust zu arbeiten, und die Arbeitszeiten in der Bäckerei machen mir keine Angst", sagt er.

Im September soll die Einarbeitung beendet sein, dann will Flamant die Schlüssel zur Backstube an seinen Lehrling übergeben. Dieser ist sich seiner Verantwortung bewusst. "Ich muss zu hundert Prozent präsent sein, der Kunde soll mit dem Produkt zufrieden sein", sagt er. "Michel hat mir ein großes Geschenk gemacht. Jetzt muss ich liefern."

 

Quelle: Westdeutsche Zeitung / 13. April 2016

 
29.05.2015 - Das wichtigste Nahrungsmittel der Deutschen

Was Sie über das wichtigste Nahrungsmittel der Deutschen Wissen müssen.

 
Quelle: Deutsche Handwerks Zeitung / 30. April 2015 

 

 

 
15.05.2015 - Konkurrenzkampf um die Jugend

"Man muss sich Zeit für die jungen Leute nehmen."

 

Quelle: Deutsche Handwerks Zeitung / 30. April 2015 

 

 
13.05.2015 - Lehrlinge verzweifelt gesucht

Ausbildungszahlen im Fall -  Einige Branchen besonders betroffen - Regierung stellt Milliarde Euro zur Verfügung

 

 Quelle: Deutsche Handwerks Zeitung / 30. April 2015

  

 
20.03.2015 - Anti-Weizen-Welle

Anti-Weizen-Welle: Weizenzüchter widerspricht Mär vom bösen Weizen

Dr. Friedrich Longin, Weizenexperte an der Universität Hohenheim, hält die derzeitige Ablehnung des Weizens für wissenschaftlich nicht begründbar. Dumm und dick soll er machen, und man sollte ihn gänzlich vom Speisezettel verbannen: Die Anti-Weizen-Welle aus den USA ist mit diversen Bestsellern zum Thema längst in Deutschland angekommen. Doch Weizen ist wesentlich besser als sein Ruf, unterstreicht Dr. Friedrich Longin, Weizen-Experte an der Universität Hohenheim.

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09.03.2015 - Vollkorn für ein langes Leben

 

Vollkorn für ein langes Leben

Vollkornkost verlängert das Leben. Das berichtet die Stiftung Warentest unter Berufung auf eine Untersuchung von Forschern der Harvard School of Public Health. Ausgewertet wurden die Daten von rund 74.000 Frauen und 43.000 Männern aus zwei großen Studien - der Nurses' Health Study und der Health Professionals Follow-Up Study. Die Teilnehmer mussten 24 bis 26 Jahre lang regelmäßig angeben, wie sie sich ernähren. In der Zeit verstarben knapp 27.000 von ihnen. Die Analyse von Todesursache und Ernährungsstil zeigte:
Die Sterberate unter den Vollkorn-Essern war niedriger - und zwar bei einer 28-Gramm-Portion Vollkorn, das entspricht eine Scheibe, am Tag um 5 Prozent. Mit Blick auf die Todesursache Herz-Kreislauf-Erkrankungen sank die Mortalität sogar um 9 Prozent.

Originalstudie: Hongyu Wu und andere:
Association Between Dietary Whole Grain Intake and Risk of Mortality Two Large Prospective Studies in US Men and Women, veröffentlicht in JAMA Intern Med. 2015;175(3):373-384.

 

 

 

 

 
Wow! Ein toller Beruf - 13.02.2015


 
 
 
 
21.04.2016 Eine Backstube zum Preis eines Baguettes

 alt

Dole. "Ich habe mein Leben lang Brot gebacken. Jetzt bin ich müde." Michel Flamant begann als 14-Jähriger in der Familienbäckerei in Paris, jetzt ist der füllige Mann mit den weißen Haaren 62 Jahre alt. Zwei Jahre lang suchte er vergeblich einen Nachfolger für seine Bäckerei im ostfranzösischen Dole. Jetzt hat er ihn gefunden: Jérôme Aucant, ein Obdachloser, soll in seine Fußstapfen treten.

Anstatt die Bäckerei zu verkaufen, übergibt Flamant sie dem 37-Jährigen für den Preis eines Baguettes: für einen symbolischen Euro. Was den Bäcker auf diese Idee brachte, ist die Geschichte einer Lebensrettung.

Wochenlang hatte er dem Obdachlosen, der vor seinem Laden herumlungerte, jeden Morgen einen Kaffee und ein Croissant ausgegeben. Dann erlitt der Bäcker im Dezember plötzlich wegen eines kaputten Ofens eine lebensgefährliche Kohlenmonoxidvergiftung. Es war Aucant, der den Notarzt rief. "Wäre Jérôme nicht da gewesen, wäre ich auf dem Friedhof gelandet", sagt Flamant. Als er nach zwölf Tagen aus dem Krankenhaus kam, bot er Aucant einen Job an.

Einträchtig stehen die beiden Männer - der Ältere im Unterhemd, der Jüngere im Tarnfarben-T-Shirt - in der heißen Backstube, kneten Teig und formen Croissants. "Ich bin fordernd. Die Arbeit muss so gemacht werden, wie ich es sage, und nicht anders", sagt Flamant, während er ein Baguette auf dem Backblech zurechtrückt. Er arbeite gern Leute ein, "die auf meine Ratschläge hören, wie Jérôme", fügt er anerkennend hinzu.

Der gebürtiger Pariser hatte eigentlich Fernfahrer werden wollen. Doch als er 14 war, entschied sein Vater, dass der Sohn in der Bäckerei der Familie arbeiten sollte. Flamant fand Gefallen an dem Beruf, der ihn sogar bis nach Chicago führte. Er gründete mehrere Bäckereien, lehrte andere das Handwerk und ließ sich 2009 schließlich in Dole im Jura nieder.

Sechs Tage die Woche steht er von Mitternacht bis mittags in der Backstube im Keller, backt Brot, Kuchen und Torten. Seine Lebensgefährtin verkauft die Waren im Laden. Auch für sie wird eine Nachfolge gesucht. Flamants drei Töchter hatten andere Interessen. Und auch sonst wollte niemand die Bäckerei übernehmen. So trat Aucant genau im richtigen Moment in Flamants Leben. Schnell war der Bäcker angetan von seinem tätowierten Lehrling, der sich extra für seinen ersten richtigen Job die Dreadlocks abschnitt. "Jérôme ist ein Arbeitstier", sagt Flamant. "Also habe ich beschlossen, ihm die Bäckerei für einen symbolischen Euro zu überlassen." Das Leben sei wichtiger als Geld.

"Ich bin nicht reich, aber das Geld ist mir egal. Ich will frei sein, ich will jetzt meine Ruhe haben. Und wenn es ihm zum Glück verhilft..." Flamant muss sich setzen, die Arthrose in seinen Beinen schmerzt.

Aucant, der bisher gelegentlich auf Jahrmärkten jobbte und nicht weiter über seine Vergangenheit sprechen will, ist voller Tatendrang: "Ich habe Lust zu arbeiten, und die Arbeitszeiten in der Bäckerei machen mir keine Angst", sagt er.

Im September soll die Einarbeitung beendet sein, dann will Flamant die Schlüssel zur Backstube an seinen Lehrling übergeben. Dieser ist sich seiner Verantwortung bewusst. "Ich muss zu hundert Prozent präsent sein, der Kunde soll mit dem Produkt zufrieden sein", sagt er. "Michel hat mir ein großes Geschenk gemacht. Jetzt muss ich liefern."

 

Quelle: Westdeutsche Zeitung / 13. April 2016

 
29.05.2015 - Das wichtigste Nahrungsmittel der Deutschen

Was Sie über das wichtigste Nahrungsmittel der Deutschen Wissen müssen.

 alt
Quelle: Deutsche Handwerks Zeitung / 30. April 2015 

 

 

 
15.05.2015 - Konkurrenzkampf um die Jugend

"Man muss sich Zeit für die jungen Leute nehmen."

alt 

Quelle: Deutsche Handwerks Zeitung / 30. April 2015 

 

 
13.05.2015 - Lehrlinge verzweifelt gesucht

Ausbildungszahlen im Fall -  Einige Branchen besonders betroffen - Regierung stellt Milliarde Euro zur Verfügung

 alt

 Quelle: Deutsche Handwerks Zeitung / 30. April 2015

  

 
20.03.2015 - Anti-Weizen-Welle

Anti-Weizen-Welle: Weizenzüchter widerspricht Mär vom bösen Weizen

Dr. Friedrich Longin, Weizenexperte an der Universität Hohenheim, hält die derzeitige Ablehnung des Weizens für wissenschaftlich nicht begründbar. Dumm und dick soll er machen, und man sollte ihn gänzlich vom Speisezettel verbannen: Die Anti-Weizen-Welle aus den USA ist mit diversen Bestsellern zum Thema längst in Deutschland angekommen. Doch Weizen ist wesentlich besser als sein Ruf, unterstreicht Dr. Friedrich Longin, Weizen-Experte an der Universität Hohenheim.

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09.03.2015 - Vollkorn für ein langes Leben

 

Vollkorn für ein langes Leben

Vollkornkost verlängert das Leben. Das berichtet die Stiftung Warentest unter Berufung auf eine Untersuchung von Forschern der Harvard School of Public Health. Ausgewertet wurden die Daten von rund 74.000 Frauen und 43.000 Männern aus zwei großen Studien - der Nurses' Health Study und der Health Professionals Follow-Up Study. Die Teilnehmer mussten 24 bis 26 Jahre lang regelmäßig angeben, wie sie sich ernähren. In der Zeit verstarben knapp 27.000 von ihnen. Die Analyse von Todesursache und Ernährungsstil zeigte:
Die Sterberate unter den Vollkorn-Essern war niedriger - und zwar bei einer 28-Gramm-Portion Vollkorn, das entspricht eine Scheibe, am Tag um 5 Prozent. Mit Blick auf die Todesursache Herz-Kreislauf-Erkrankungen sank die Mortalität sogar um 9 Prozent.

Originalstudie: Hongyu Wu und andere:
Association Between Dietary Whole Grain Intake and Risk of Mortality Two Large Prospective Studies in US Men and Women, veröffentlicht in JAMA Intern Med. 2015;175(3):373-384.

 

 

 

 

 
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